Hessen

Indostomus paradoxus

Alien des aquariums

Allgemeine Infos

Unter Indostomus werden drei verschiedene Arten beschrieben: Der Indostomus paradoxus, Indostomus croccodilus und Indostomus spinosus. Die ersten beiden sind immer mal wieder, wenn auch selten, zu bekommen. Indostomus spinosus habe ich persönlich noch nicht sehen können.

Was diese Art so schwer macht, ist nicht die Halltung an sich. Es ist der Mangel an Infos, die man bekommt. Das wollen wir mit diesem Bericht ändern. Der Burmastichling stammt aus Nordthailand, Myanmar, Burma. Dort kommt er in ruhig fließenden und teilweise stehenden  Gewässern vor. Dort findet man sie zwischen Laub sowie der Ufervegetation vor.

Das Erscheinungsbild

Der Indostomus paradoxus wird nur knapp 3 cm groß, besitzt eine gräulich-bräunliche Färbung und, was besonders schön hervorsticht, türkiesblaue Augen. Zudem besitzen sie einen schönen weißen Saum in der Anale sowie Dorsale. Schaut man sich den Indostomus paradoxus an, weis man, warum er so benannt wurde. Den paradox trifft es ganz gut, denn er wirkt wie eine Mischung aus einem Stichling und einer Seenadel.

Haben sich die Tiere richtig eingelebt, sind sie alles, aber nicht scheu wie man in manchen Berichten liest. Unsere Tiere sind inzwischen den ganzen Tag aktiv und ständig auf futtersuche. Man hagt also nach einer gewissen Zeit schnell viel Freude mit den kleinen Kerlchen, welche auch nach einer Umgestaltung oder einem Wasserwechsel nicht wieder Wochen aus dem Blickfeld verschwinden, im Gegenteil, sie werden recht schnell sehr neugierig. Untereinander kann es hin und wieder mal zu „gezicke“ kommen, doch grundsätzlich sind sie untereinander äußerst friedlich und gesellig.

Das Aquarium

Aufgrund der  winzigen Größe der Tiere muss oder gar sollte das Aquarium nicht all zu groß gewählt werden. Wir persönlich denken, dass das Becken für eine Gruppe nicht größer als 40 cm sein sollte. Unsere kleine Truppe lebt in einem gemütlichen 19 Liter Becken. Dies hat den Grund, dass die Tiere gescheit an das Futter kommen, man sie aber vor allem besser beobachten kann, sollte es zu Komplikationen oder Krankheiten kommen. Was jedoch nicht heißen soll, dass größere Becken unmöglich sind!
Ein dunkler Bodengrund, dichte Hintergrundbepflanzung aber dafür im Vordergrund genügend Schwimmraum und auch eine Schwimmpflanzendecke sollte geboten werden. Außerdem aber wichtig, vielerlei kleiner Röhren, welche einen Durchmesser von 10 – 14 mm aufweisen. In diesen Röhren finden gerade die Männchen ihre Reviere und die Tiere nutzen diese schnell als Laichröhre. Die Beleuchtung sollte nicht all zu hell gewählt werden. Da diese Tiere ein sehr Keimarmes Becken benötigen, haben wirn auf Laub verzichtet.
Bei einem Filter sollte man darauf achten, dass dieser zum einen keine zu starke Strömung bringt aber auch, dass die Winzlinge nicht eingesaugt werden können. Ein Schwammfilter eignent sich hier besonders gut.

Wichtig ist e, das Becken so keimarm wie möglich zu halten. Das heißt, die Keimdichte muss gering bleiben. Dies schaffen wir unter anderem durch dein Einbringen eines Oxydators, aber auch durch einen wöchentlichen Wasserwechsel von inzwischen 50%. Anfangs haben wir nur 25% gewechswelt, aber schnell gemerkt, dass bei 50% das Wohlbefinden gefördert wird.

Wir verwenden ausschließlich Osmosewasser, was uns auch zu den unserer Meinung nach nötigen Wasserwerten bringt. Anders, alsman oft liest, benötigen diese Tiere absolut kein hartes Wasser, es ist sogar Kontraproduktiv. Unsere erste Gruppe stand bei normalem Leidungswasser absolut schlecht da. Die optimalen Wasserwerte sind:


  • pH: 6,2 – 7,0 (wir haben 6,5)
  • Kh: 2- 6 (wir haben etwa 2)
  • dGh°: maximal 8 (wir haben etwa 5)
  • Temperatur: Zimmertemperatur, achtet darauf, dass es nicht zu warm wird