Hessen

Betta smaragdina

Ein wahrlicher smaragd

Der Betta smaragdina (Lediges, 1972) – auch Smaragd-Kampffisch genannt – ist wohl der Klassiker unter den Wildbetta. Er ist einer der sich Betta aus dem Splendens-Formkreis. Weitere sind: Betta splendens, Betta imbellis, Betta siamorientalis, Betta mahachaiensis, Betta stiktos.  

Die Beliebtheit verdankt der Betta smaragdina wohl nicht nur der einfachen Haltungsbedingungen sondern vor allem seiner puren Schönheit. 

Je nach Fundort kann dieser Fisch etwa 6 cm große Fisch sehr in Farbe aber vor allem in Form variieren. Der grüne Glanz der Männchen kann in verschiedenen Grün- aber auch leichten Blautönen auftreten, der ein oder andere hat eine eher bräunliche Farbe in der Beflossung, vor allem der Anale, die so genannten ‘guitar’ besitzen eine schöne Maserung in der Caudale, und diese kann ebenfalls entsprechend der Fundortvariante Spatenförmig erscheinen. Auch der Körper an sich ist recht individuell. So gibt es eher zierlich erscheinende Tiere, aber auch richtige ‘Brummer’ mit starkem Körperbau. Man merkt also, man hat allein in dieser Art selbst eine tolle Auswahl. 

Der Betta smaragdina hat ein relativ weiters Verbreitungsgebiert. Man findet diese Schönheiten im Khorat Plateau in Ost-Thailand, welcher durch Mun, Chi, Songkhram und dem Loei River flies, nahe dem Mekong River sowie in Zentral-Laos und im Süden liegendem Chuor Phnum Dangrek zur Grenze zu Kambodscha.

Dort leben die Tiere in stillen und teils schlammigen Gewässern, kleinen Sümpfen und Teichen, Reisfeldern sowie Straßengräben. Demnach sind diverse Gebiete sehr sauerstoffarm und besitzen recht wenig bis keine Vegetation sondern vielmehr Schlamm und Laub.

Das

Der Betta smaragdina ist ein relativ einfach zu pflegender Wildbetta und unserer Meinung nach ideal, wenn man in diesem Bereich einsteigen möchte. Diese Tiere sind in Hinsicht der Wasserwerte äußerst individuell. Der pH Wert darf zwischen 5,5 und 7,8 liegen und die Gesamthärte bei bis zu 20 °dGH liegen. Die Temperatur sollte zwischen 23 – 27 Grad liegen.

Bei der Beckengröße kommt es darauf an, wie viele Betta smaragdina man pflegen möchte. Für ein Pärchen genügt ein sehr gut bepflanztes 40 cm Becken. Für ein Harem oder einer kleinen Gruppe sollte es jedoch definitiv 60 cm nicht unterschreiten. Bei der Haltung von mehreren Männchen ist stehts darauf zu achten, dass das Becken genügen Bewuchs aufweist um jedem Männchen das Abstrecken eines Reviers zu ermöglich. Ideale Pflanzen sind hier : Hygrophila, Bacopa, Egeria, Vallisneria, Microsorum, diverse Echinodorus

 Ansonsten eignet sich Laub sowie Gehölz sehr gut, um dem Becken Struktur zu bieten. Laub hat außerdem noch einen positiven Nebeneffekt auf das Wohlbefinden der Tiere. Generell sollte das Becken relativ dunkel gehalten werden und eine Abdeckung ist bei diesen sehr guten Springern Pflicht.

Betta smaragdina sind durchaus zu vergesellschaften, da er ein sehr selbstbewusster und neugieriger Betta ist. Hierbei sollte natürlich das Aquarium entsprechend geräumig sein, um den Smaragdina ihre Revierbildung zu ermöglichen, ohne ständig damit kämpfen hau müssen, Eindringlinge zu verjagen.

Mit Garnelen hatten wir bisher keine guten Erfahrungen sammeln können, bei dem ein oder anderem war es wohl problemlos. Daher gilt auch hier wie bei den meisten Betta: Probieren geht über studieren!

Ansonsten sind kleinere Bärblinge wie diverse Rasbora und Boraras möglich, welche keine all zu starke Strömung benötigen, gleichzeitig aber auch nicht all zu quirlig sind. Gut als Beisatz eignen sich hier: Rasbora axelrodi, Rasbora micros, Rasbora borapetensis, Rasbora espei, Microdevario kubotai, Dario magaritatus.

Richtige

Sie sind Carni- bzw. Insektivor, sprich, sie ernähren sich von tierischer Nahrung. Natürliche Nahrung sind hier kleine Anfluginsekten oder Insetenlarven wie z. B. Mückenlarven, Drosophila, Springschwänze etc. Im Aquarium kann man sie sehr vielseitig ernähren und sie sind auch nicht wählerisch. Artemia, Krill, Mysis, Mückenlarven, egal ob Lebend oder gefroren werden problemlos genommen. Auch Trockenfutter wird akzeptiert, sollte aber nur gelegentlich gegeben werden und auch nur Sorten mit hohem Fleischanteil, wie es z. B. Bei Söll der Fall ist. Kleine Fruchtfliegen, Asseljunge oder kleine Maden werden ebenso gerne genommen. Auch haben wir gute Erfahrungen mit Repashy!

Die

Männchen und Weibchen lassen sich ab einer gewissen Größe sehr gut unterscheiden. Männchen entwickeln schon sehr früh ein ausgeprägteres Flossenkleid. Die Anale ist weiter ausgezogen, die Vertagen weit länger, die Caudale größer und breiter. Auch besitzen die Männchen weit stärker ausgeprägte Glanzschuppen. Bei gut genährten Weibchen erkennt man recht schnell einen schönen Laichansatz, vor allem, wenn man die Tiere von oben betrachtet. Laichwillige Weibchen zeigen zudem starke Laichstreifen, wie man es auf diesem Bild hier schön erkennen kann.

Männchen

Weibchen

Bei Betta smaragdina handelt es sich um Schaumnestbauer. Sie bauen mit Hilfe von Luft und Speichel kleine Bläschen, die aneinander gereiht zu einem schönen Schaumnest werden. Die Nester können je nachdem, wo sie gebaut werden sehr klein aber auch sehr groß sein, die Tiere kennen hier keine Grenzen.

Sie sind äußerst Brutwillig. Bei einer Temperatur von 25 – 28 Grad bauen sie sehr schnell Nester. Ist das Weibchen gut im Futter, kommt es auch schnell zur Verpaarung. Je nach Fundort sollten allerdings die Wasserwerte angepasst werden. Wir konnten bisher bei verschiedenen Wasserwerten die Brut heran ziehen. Sie scheinen hier also keine großen Bedingungen zu haben.