Sommerhitze – Wie man seinen Fischen Abkühlung schaffen kann

Der Sommer kann für den ein oder anderen Fisch schon eine Qual werden. Für so manche Fische kann schon eine Wassertemperatur ab 31 °C lebensgefährlich werden. Und dafür muss man gerade in diesem Sommer nicht einmal in einer Dachgeschosswohnung leben! 

Wie man der Hitze etwas vorbeugen kann, erfahrt ihr hier

Generelle Tips

Sorgt für ausreichend Sauerstoff

Denkt immer daran, dass, je wärmer das Wasser ist, weniger Sauerstoff im Wasser vorhanden ist. Daher ist es von Vorteil, das Aquarium in dieser Zeit gut zu durchlüften. Hierzu eignen sich handelsübliche Membranpumpen besonders gut, der, in einer einzigen Ecke eingebracht, auch den Kampffisch nicht sonderlich stören wird. Bei größeren Becken mit Fischen, welche Strömung lieben, eignet es sich auch, den Filter höher zu setzen, sodass dieser ordentlich Sauerstoff einbringen kann.

Licht aus!

Wird das Aquarium mit handelsüblichen Leuchtstoffröhren betrieben, so können diese einiges an Hitze abgeben. Da macht es im Becken oft schon einen Unterschied von 1 – 2 Grad, wenn man Tagsüber, wenn die Temperaturen außen zu war sind, nur die Beleuchtung abschaltet. Dies schadet weder den Tieren, noch den Pflanzen, wenn die Beleuchtung keine 8 – 10 Stunden am Tag leuchtet. So könnte man zum Beispiel morgens Früh und abends Spät das Licht an lassen, wenn die Temperaturen auch außerhalb nicht ihren Höhepunkt erreicht haben.

Deckel öffnen

Oberhalb der Wasserschicht staut sich oft die Hitze. Damit diese entweichen kann, sollte man die Deckel der Aquarien öffnen. Hat man Aquarienbewohner, welche gerne springen, so sollte man den Wasserstand des Beckens senken, damit diese nicht den Weg nach draußen finden.

Möglichkeiten, das Wasser effektiv runterzukühlen

Aquarienluftkühler

Die meisten Firmen bieten diverse Aquarienluftkühler an, um über den Tag hinweg eine angenehme Temperatur bieten zu können. Diese Geräte fungieren wie kleine Ventilatoren und werden an der Glasscheibe des Beckens befestigt. Diese Modelle können wir euch empfehlen:

  • JBL Cooler
  • Dennerle Nano CoolAir eco
  • Aquael NanoCool
 

Aquariendurchlaufkühler

Wer es genauer mag, der kann sich einen Aquariendurchlaufkühler besorgen. Diese sind vielleicht weniger für kleine Nanobecken geeignet, doch wer auch bei größeren Becken die Temperatur herunter bringen will, ist hiermit genau richtig. 

Das Wasser läuft durch ein Kühlgerät und sorgt so für angenehme Temperaturen im Becken. Je nach Modell kann man dies auch über das Handy steuern, hat eine Alarmfunktion und automatische Abschaltungen – Natürlich dem Geldbeutel entsprechend 😉

 

Ventilatoren

Die wohl günstigste Möglichkeit – vor allem ideal für kleinere Becken – ist ein handelsüblicher Ventilator, optimal ein Tischventilator. Mit dieser Methode habe ich schon damals in meinem Zimmer unter dem Dach mein 360 Liter Aquarium herunter gekühlt bekommen. 

Man nimmt also einen normalen Tischventilator und lässt diesen quer über die Wasseroberfläche wehen. Besonders empfehlen für kleine Becken können wir den Trust Xstream Breeze USB Lüfter sowie den Trust Vento USB

 

PC-Kühler

PC-Kühler sind eine super Lösung, um sein Aquarium zu kühlen. Denn dies ist eine Kostengünstige Variante und lässt sich individuell auf jedes Becken anpassen. Verschiedene Bauanleitungen findet man im Netz, wie diese: https://korallen-meer.de/aquarium-kuehler-selbst-bauen/

Dinge, die ihr nicht tun solltet

Dies sind einige Dinge die oft zu lesen sind, die zwar kurzfristig helfen könnten, aber nicht selten mit Problemen zugange sind. Diese versuchen wir hier so gut wie möglich zu erläutern.

 

Eisbeutel

Die wohl beliebteste Variante ist das eingeben von Eisbeuteln in das Aquarium. Ja, es kühlt das Wasser ab. Doch wie?

Gehen wir mal von einem Kampffischbecken aus, Filterlos, wie es oft geführt wird. Gibt man dann einen Eisbeutel ein, so wird es unmittelbar um diesen Eiskalt. In anderen Bereichen des Beckens bleibt es jedoch recht warm. Der Betta schwimmt also ständig in stark schwankende Bereiche des Aquariums. Schnell tauen die Beutel auf, wird es auch schon wieder warm und verursacht weitere Schwankungen. Dies kann Schwimmblasenprobleme zu folge haben und sollten daher vermieden werden. Bei größeren Becken macht es oft gar keinen Sinn, die Abkühlung ist kaum merkbar. 

 

Kalter Wasserwechsel

Bei einem kalten Wasserwechsel kann man nicht nur den Tieren sondern auch den Pflanzen schaden. Gehen wir von einer Temperatur von 28 oder 29 Grad aus und macht einen Wasserwechsel um die Beckentemperatur auf 24 Grad zu bekommen, ist das ein schneller Umschwung von 4 – 5 Grad!
Das mag für uns nach einer Wohltat klingen, für einen Fisch oder auch diverse Pflanzen ist das aber ein drastischer Unterschied. Hinzu kommt auch hier, dass sich das Wasser wieder schnell erhitzen kann und das Tier so wieder einigen Schwankungen ausgesetzt ist.

 

Eis in den (Außen)Filter

Hierzu muss man eigentlich nicht viel sagen. Wer seine Bakterien im Filter killen will, ist hiermit auf dem richtigen Weg. Ansonsten gilt auch hier das selbe wie mit den Eisbeuteln.

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