Steckbrief: Was brauche ich für einen Kampffisch?

Für Anfänger ist es oft schwer herauszufinden, was man alles benötigt, um ein Kampffischbecken einzurichten und was man grundsätzlich für die Haltung benötigt. Hier findet ihr unsere persönlichen Checklisten

Das passende Becken

Aquarium: Optimal sind – je nach Flossenform und Charakter – Becken zwischen 12 Liter bis 60 Liter. Hier kann man ein fertiges Set wählen oder Standardbecken (z. B. Hagen) zwischen 30 cm (12 Liter) bis 50 cm (45 Liter) erwerben. Die restlichen Punkte treffen zu, wenn man sich für ein Standardbecken entscheidet.

Abdeckung: Arbeitet man mit einer dichten Schwimmpflanzendecke, mag dies bei entsprechendem Wasserstand nicht nötig sein. Wir halten eine Abdeckung jedoch für sinnvoll. Hier kann man sich billiges Bilderrahmenglas besorgen oder in jedem Baumarkt passend Acrylglasplatten zuschneiden lassen.

Beleuchtung: Eine geeignete Beleuchtung ist ein Muss. Hier sollte man sich aber auch an die Pflanzenwünsche richten.

Filter: Optimal ist ein Hamburger-Mattenfilter oder für die kleineren Becken ein Lufthebefilter.

Steht das Becken kühl: Benötigt man eine Heizung zwischen 25 – 50 Watt.

Die Einrichtung

Kies: Wählt einen Naturkies. Farbkiese sind nicht nur auf Dauer ungesund, Bilden unschöne Ablagerungen und sehen generell mit der Zeit eher eklig als schön aus, sondenr die grellen Farben könnten den Kampffisch stressen. Ein Naturkies ist völlig unbedenklich. Hier muss man unserer Erfahrung nach nicht zwingend darauf achten, ob er dunkel oder hell ist. Ist das Becken ausreichend bepflanzt, gibt es hier keine Probleme. Auch Soil ist für Kampffische völlig problemlos, wenn man richtig

Pflanzen: Kampffische lieben verkrautete Becken. Daher: Je mehr Pflanzen umso besser. Was für Pflanzen hängt davon ab, wie intensiv ihr diese pflegen wollt (gute Beleuchtung, Co2 etc.). Pflegeleichte Pflanzen sind:

Cryptocoryne Egeria Bacopa
 Viele EchinodorusVallisneriaDiverse Moose
 Microsorum AnubiaBucephalandra
 HygrophilaCrinumNuphar
 Salvinia (Schwimmpflanze)Limnobium (Schwimmpflanze) Azolla (Schwimmpflanze)
 Wolffia (Schwimmpflanze)Hornkraut Nixkraut

Deko: Wer möchte, kann sich hier völlig austoben. Steine, Kokosnüsse, Wurzeln, nahezu alles kann zur Gestaltung verwendet werden. Achtet jedoch darauf, keine Steine oder Gegenstände mit kleineren Löchern zu verwenden, in denen der Kampffisch stecken bleiben könnte. Auch Muscheln sind (generell) keine gute Wahlt.

Futter

Mit das wichtigste in der Betta-Haltung ist das Futter, hier wird leider viel falsch gemacht. Nicht nur die Sorte des Futters ist wichtig, sondern auch die Abwechslung, daher sollte man immer mehre Trocken- und/oder Frost-/Lebendfuttersorten zur Hand haben

Trockenfutter: Mindestens 2 verschiedene Sorten sollte man haben, wenn man mit Frostfutter zufüttern will. Ideal ist Betta Booster sowie Calanus FD von Dennerle, Shrimp pellets sowie Flakes von Söll, Bug Bites und gefriergetrocknete Futtertiere

Frost-/ Lebendfutter: Auch hier mindestens 2 verschiedene Sorten wie Artemia, weiße oder schwarze Mückenlarven, gelegentlich Enchytraen oder Wasserflöhe. Kern auch winzige Insekten wie Mikroheimchen oder Drosophila

Mehr zum Thema Futter findet ihr hier.

Eine kleine Hausapotheke / Andere Mittel

Auch bei noch so guter Pflege kann es, wie bei jedem Tier auch, passieren, dass der Betta krank wird. Hierfür sollte man stehts vorbereitet sein, und folgende Dinge in der „Hausapotheke“ haben. Mehr infos zu Krankheiten findet ihr im Krankheiten Guide.

Esha Exit: Ein sehr gutes Mittel gegen Ichthyo und Oodinium. Gerade Kampffische sind anfällig für Oodinium, weshalb dieses Mittel das Hauptmedikament in der Heimapotheke sein sollte.

Esha 2000: Dieses Mittel ist ein gut verträgliches Allgemeinmedikament, welches durch u. A. Kupfer gegen viele Krankheiten hilft. Vor allem, wenn man die Krankheit nicht genau identifizieren kann, ist es sehr nützlich.

EasyLife Voogle: Voogle isteine super Unterstützung bei der Behandlung von Krankheiten oder zur eingewöhnung neuer Tiere.

Sera Bactopur: Bakterielle Infekte können durch bestimmte Gegebenheiten aufkommen und recht schnell zu einem kritischen Zustand des Tieres führen. Erfahrungsgemäß ist Sera Bactopur ein absolut gutes Medikament gegen bakterielle Infekte und sollte definitiv Zuhause sein.

Seemandelbaumblätter, Erlen, Salz und andere „natürliche Medikamente“: Oft sind Krankheiten nur Kleinigkeiten und lassen sich natürlich, ganz ohne Medikamente behandeln. Hier verweisen wir wieder auf unseren Krankheiten Guide, dort seht ihr alle natürlichen Heilmittel.

Außerdem gibt es noch weitere Mittel, welche Sinn machen könnten und, zumindest bei uns, kaum noch weg zu denken sind

Dünger: Ein Guter Pflanzenwuchs ist nicht selten auf eine gute Düngung zurück zu führen. Hier kommt es natürlich auf die Pflanzen selbst an, welchen Dünger in welcher Menge sie benötigen. Für unsere eher anspruchslose Bepflanzung benutzen wir EasyLife Profito sowie EasyLife Ferro und fahren damit sehr gut

Wasseraufbereiter: Wer mich gut kennt wird sich hierüber sehr wundern, denn ich habe Jahre lang keinen Wasseraufbereiter verwendet. Doch seit wir in Wetzlar wohnen weis ich, dass diese unter bestimmten Umständen Sinn ergibt. Gerade in Sommerzeiten wird die Leitung gerne mal durchgechlort, sodass es selbst durch starkes auslassen aus der Letung nicht auf Null fällt. Daher benutzen wir gerne den Wasseraufbereiter von Söll, um auf Nummer sicher gehen zu können.

EasyLife Filtermedium: Das Filtermedium ist einfach ein Allrounder! Es hilft beim Einfahren des Beckens, bei Verletzungen und bakteriellen. Infekten (schon selbst getestet) sowie unterstützend bei der Behandlung gegen Krankheiten. Nach jedem Wasserwechsel gibt es bei uns einen Schuss „Filtermedium“.

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